never come back

Sherpani col (Nepal)

 

Nepal - Reisebericht Oktober - November 2009

Die "Haute Route" Nepals SHERPANI (ce) COL

Eine wunderschöne anspruchsvolle Trekkingtour in Nepal, die nicht über den "Normalweg" sondern durch die "Hintertür" ins Solo Khumbu führen.

 

 

·                     Freitag, 23.10.2009       Abflug nach Nepal

 

Start unserer Trekkingtour um 6.30 nach München (Flughafen). Nach einem kurzen Stopp auf der Deutschen Autobahn, ausgelöst von einer Zivilstreife, konnten wir unserer Reise fortsetzen. Wir starteten um 12.05 von München Richtung Doha. Der Flug verlief auch problemlos, was ein bisschen mühsam war, war der lange Aufenthalt in Doha von insgesamt 6 Stunden. Thomas und Christian fanden das Ganze vorerst nicht so schlimm!!! bis sie erfuhren, dass es in Doha nur alkoholfreies Bier gibt.

 

·                     Samstag, 24.10.2009    Ankunft in Kathmandu

 

Nach weiteren 5,5 Sunden Flugzeit kamen wir um 8 Uhr Früh in Kathmandu an. Wilfried erwartete uns schon am Flughafen. Das Einreisevisum hatten wir für nepalesische Zeiten auch sehr rasch. Mit einem kleinen Bus fuhren wir zu unserem Hotel. Nach einem Begrüßungstrunk starteten wir zu einer Stadtbesichtigung inklusive Mittagessen.

 

·                     Sonntag, 25.10.2009     Flug nach Tumlingtar

 

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Flughafen, unser Ziel war, mit der Yeti Airlines nach Tumlingtar zu fliegen. Fixe Abflugzeiten gibt es da nicht! Man fliegt, wenn das Flugzeug da ist. Wir gönnten uns noch ein Mittagessen, da wir ja genügend Zeit hatten. In Tumlingtar erwarteten uns schon die Begleitmannschaft und die Träger. Wir fuhren ca. 600 Höhenmeter mit einem Jeep nach Khandbar hoch. Unser Lagerplatz war schon eingerichtet und das Abendessen stand auch schon bereit. Natürlich bekamen wir Daal Bhaat, die Nationalspeise von Nepal (Daal = Linsen, Bhaat = Reis).

 

·                     Montag, 26.10.2009      Khandbari - Chichira (1980m)

 

Von Khandbari bis Chichira sind es eigentlich nur ca. 5,5 Stunden Gehzeit, es ist jedoch eine sehr interessante und wundeschöne Etappe. Wir kamen immer wieder zu kleinen Siedlungen mit Reisterrassen, wo gerade Erntezeit war.

 

·                     Dienstag, 27.10.2009    Chichira - Num (1560m)

 

Um 6 Uhr morgens ist Tagwache, an das müssen wir uns in den nächsten Tagen gewöhnen. Es war nur eine leichte Wanderung, aber es war extrem heiß und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte.

Der Abend war für die Burschen hart, sie durften NEPALESISCHE NATIONALGETRÄNKE testen.

Rakshi (=gebrannter Schnaps)

Mustangcoffee (=Rakshi, Butter, Wasser, Kaffee)

Chhang (=ein mit Wasser fermentierter Brei aus Reis oder Hirse)

Stargold (=nepalesisches Bier mit 7,5%)

 

·                     Mittwoch, 28.10.2009    Num - Sheduwa (1500m)

 

Zuerst ging es ca. 900 Höhenmeter bergab, wo wir den Arun River überquerten und in die Makalu Barun Conservation Area kammen. Natürlich ging es auf dieser Seite des Flusses wieder die gesamten Höhenmeter bergauf. Es war paradiesisch schön, die Vegetation zu dieser Jahreszeit ist echt toll. Zwischen Hirse- und Reisfeldern kämpften wir uns bis Sheduwa hoch.

 

·                     Donnerstag, 29.10.2009            Sheduwa - Tashigaon (2100m)

 

Tashigaon ist das letzte, ganzjährig bewohnte Dorf im Aruntal, Gehzeit ca. 4 Stunden. Das Dorf schaute laut Wilfried vor 20 Jahren genau so aus. Thomas hatte aber einen Shop entdeckt wo er gleich eine Runde Pepsi spendierte.

Unsere Sherpas durften an diesem Abend eine Ziege schlachten, es war schrecklich.

Bei Sonnenuntergang brauchte man schon etwas Warmes zum Anziehen, die Temperaturen waren nicht mehr angenehm.

 

·                     Freitag, 30.10.2009       Tashigaon - Kauma (3760m)

 

Durch ein Waldstück ging es ca. 1400 Höhenmeter hoch bis Kauma. Leider hatte es in der Früh schon zugezogen und die Sonne zeigte sich nur selten. In Kauma standen schon Zelte von anderen Trekkern,  aber um diese Zeit tut sich nicht mehr sehr viel.

Es ist unvorstellbar, welche Last die Sherpas transportieren, sicher um Einiges mehr als sie selber auf die Waage bringen. Sie sind aber trotzdem immer freundlich und gut aufgelegt.

 

·                     Samstag, 31.10.2009    Kauma - Shipton La - Tutu La - Mumbuk (3520m)

 

Die letzte Nacht war schon kalt, wir hatten Eis auf den Zeltern. Nach dem Frühstück überquerten wir den 4170 Meter hohen Shipton  La und den 4080 Meter hohen Tutu La. Bei einem kleinen Bergsee machten wir unsere Mittagsrast, es gab eine Gemüsesuppe mit Nudeln. Den Lagerplatz erreichten wir nach ca. 6 Stunden Gehzeit.

 

·                     Sonntag, 1.11.2009      Mumbuk - Temalan Kharka -Nehe Kharka (4320)

 

Zuerst marschierten wir durch den Wald hinunter zum Barun River, dann den Fluss entlang bis Temalan Kharka, die Landschaft ist gewaltig schön, nur ein kalter Wind störte die Perfektion dieses Tages. Nach einer Mittagspause, wo unser Küchenteam immer voll aufkochte, setzten  wir unsere Wanderung fort. Nach ca. 810 Höhenmetern und ca. 6 Stunden Gehzeit schlugen wir an einem traumhaften Platz unser Lager auf.

 

·                     Montag, 2.11.2009        Neha Kharka - Sherson - Makalu BC (4870m)

 

Das Frühstück nehmen wir schon im Stehen ein, gemütlich bei Tisch war es nicht mehr. Thomas, Christian und ich marschierten gleich los. Es ist einfach besser, wenn man in Bewegung ist. Wir folgten einem Talboden entlang, es ist einfach toll, aber man merkt es schon, dass die Luft dünner wird.

In Merek angekommen auf einer Höhe von ca. 4300 Meter gab es für Thomas und Christian noch eine Flasche Bier. Eine alte Frau führt einen kleinen Shop, wo es diverse Sachen zu kaufen gibt. Nach der Rast ging es Richtung Sherson weiter. Taleinwärts folgen wir dem Barun River, rundherum sahen wir schon lauter hohe Gipfel, die mit Eis und Schnee bedeckt sind. Unser Ziel war das Makalu BC, es wehte schon den ganzen Tag ein eisigkalter Wind. Als wir das BC sahen, meinte unser "Wettergott" Thomas, es sei ein windstiller Platz! ..................... Es flogen uns fast die Zelte um die Ohren.

Wir entschieden uns, den morgigen Ratstag zu streichen, da wir diesen Tag nicht sinnvoll nutzen könnten.

 

·                     Dienstag, 3.11.2009      Makulu BC - Puja Camp (5200m)

 

Die Abende und Nächte waren schon sehr kalt, wir hatten im Zelt schon eine Eisschicht. Unsere Tagesetappe zu Frenc Camp war nur kurz. Am Himmel stand keine einzige Wolke und wir hatten freie Sicht zum Everest. Es ist einfach beeindruckend, wie extrem hoch die Berge hier sind. Seit dem Makalu BC hatten wir auch weniger Sherpas mit, da die Strecke anspruchsvoller wird und wir einiges an Ausrüstung hintengelassen haben.

 

·                     Mittwoch, 4.11.2009      Puja Camp - French Champ (5500m)

 

Wir konnten bis 7 Uhr schlafen, aber nach 12 Stunden im Zelt freut sich jeder, trotz eisiger Kälte, das Zelt zu verlassen. In dieser Höhe marschiert man nicht mehr so locker dahin, es fehlt einfach schon die Luft. Seit dem gestrigen Tag wanderten wir auf einer Schottermoräne dahin, was nicht leicht zu gehen ist, da immer wieder Steine wegbrechen. An diesem Abend gibt es schon früher das Abendessen, da wir den nächsten Tag schon um 5 Uhr starten müssen.

 

 

·                     Donnertsag, 5.11.2009  French Champ - Sherpani Col (6146m) - West Barun Glacier - West Col (6143m) - Glacier Camp (5900)

 

An diesem Morgen war es extrem kalt! Wir tranken schnell einen Becher Tee und marschierten gleich los. Dieser Tag war anstrengend und die Etappen waren schwer, nicht nur für uns sondern auch für unsere Sherpas. Zuerst ging es ein Gletscherfeld entlang, dann der Aufstieg über den Sherpani Col und wieder hinunter über Eis und Geröll. Wir folgten dem flachen West Barun Gletscher bis zum Einstieg des West Col. Die Sherpas bauten eine kleine "Seilbahn" für die Traglast. Es war ein etwas mühseliges Unternehmen, das auch eine gewisse Zeit in Anspruch nahm. Irgendwann hatten wir die ganzen Lasten und alle Personen über den West Col befördert.

In einem ewigen Auf und Ab ging es Richtung Glacier Camp. Wir kamen am späten Nachmittag im Lager an. Da unsere Zelte und Taschen noch nicht im Lager waren, bekamen wir im Küchenzelt Unterschlupf und warme Getränke. Gehzeit ca. 9 Stunden

 

·                     Freitag, 6.11.2009         Glachier Camp - Panch Pokhari (5350m)

 

In der Nacht hatte es alle Getränke, Sonnencremen und Feuchttücher im Zelt gefroren. Wir starteten erst um 10 Uhr, da unsere Tagesetappe nicht allzu lange war. Es war nur ein Auf und Ab über den Hunku Glacier bis zum Fuß des Ambulapcha La auf 5350 Meter.

 

·                     Samstag, 7.11.2009      Ambulalcha La - Island Peak BC (5100m)

 

Da wir eine lange Etappe vor uns hatten, starteten wir schon um 5.30 Uhr. Die ersten 500 Höhenmeter mussten wir gleich in der Früh bewältigen. Zuerst ging es wieder einen Geröllhaufen entlang und über einen Eisbruch hinauf. Es war sehr beeindruckend und wieder einmal ein wunderschöner , sonniger Tag. Leider ging es auf der anderen Seite wieder mit Seilen und Klettergut ausgestattet die hart erkämpften Höhenmeter hinunter.

Unsere Mannschaft teilte sich an diesem Tag in 2 Gruppen auf. Die einen marschierten nach Dingboche und der Rest der Truppe zum BC des Island Peak.

Thomas, Christian und ich tankten noch etwas zusätzliche Energie mit einer Jause (Speck+Käse). Wir waren jetzt schon 14 Tage unterwegs und die Kraft ging schön langsam verloren. Ab dem Island Peak BC ist es auch mit der Ruhe vorbei, da steht ein Zelt neben dem anderen. EIN TOURISTENGIPFEL HALT.

Die Nacht wird relativ kurz, da wir schon um 3 Uhr den Island Peak in Angriff nehmen werden.

 

·                     Sonntag, 8.11.2009      Island Peak BC - Dingboche (4410m)

 

Nach einer Tasse Tee starteten wir pünktlich um 3 Uhr Früh. Wir hatten ca. 1100 Höhenmeter vor uns. Nach einigen Stunden standen wir alle gemeinsam und voller Stolz am Gipfel des Island Peak. Es war nicht immer leicht, aber unser Durchhaltevermögen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach einer kurzen Rast und den Gipfelfotos ging es wieder in das Basislager. Nach einer kleinen Stärkung  wurden alle Sachen schnell zusammengepackt und es ging weiter nach Dingboche. Nach insgesamt 12 Stunden auf den Beinen kamen wir in Dingboche an. In einer Lodge trafen wir den Rest der Mannschaft wieder.

Endlich wieder in einer warmen Stube in Ruhe essen und ein Bett, das war Luxus pur.

 

·                     Montag, 9.11.2009        Dingboche - Pangboche - Tengboche - Namche Bazar (2520m)

 

Ausgeschlafen und zufrieden starteten wir um 8 Uhr.

Auf der klassischen Everest Trekkingroute gingen wir nach Namche Bazar. Geschlafen und gegessen wird ab jetzt nur mehr in Lodges.

 

·                     Dienstag, 10.11.2009    Namche Bazar - Lukla (2840m)

 

Von Namche hinunter bis Monjo, wir verließen den Everst Natinolpark und gingen bis Phakding. Nach ca. 5 Stunden Gehzeit kamen wir in Lukla an.

 

·                     Mittwoch, 11.11.2009    Lukla - Kathmandu

 

2 Tage früher als geplant starteten wir um 7 Uhr Früh zurück nach Kathmandu.

 

 

Wir hatten ein großes Glück mit dem Wetter, jeden Tag Sonne und keinen einzigen Tropfen Regen. Es war ein perfekter, wunderschöner und interessanter Urlaub.

 

 

Namaste!

Aktuelles:

T-Shirts: sind ab sofort zum Preis von 15€ (Members 10€) bei uns erhältlich. lg wu

 

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