never come back

Transalp 2009

Artikel: OÖN Nachrichten vom 06.07.2009

 

EBENSEE:

In 21 Tagen wanderten Peter Gaigg und Daniel

Spiessberger von Bad Tölz bis zum Gardasee. Dabei

übernachteten sie kein einziges Mal in einer Schutzhütte.

 

Peter Gaigg (46) und Daniel Spiessberger (27) brachten

bei ihrer Alpenüberquerung in drei Wochen 395 Kilometer

hinter sich und überwanden dabei 21.500 Höhenmeter.

Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Da sie

im Zelt übernachteten, wogen ihre Rucksäcke mehr als

20 Kilogramm. Starke Regengüsse, Lawinenhänge und

schlecht begehbare

Wege erschwerten die täglichen Fußmärsche von sechs bis

zehn Stunden zusätzlich. Vor allem das Regenwetter

machteden beiden zu schaffen. "Weil wir in keinen Hütten

einkehrten, erwies sich das Trocknen der Kleidung als

größtes Problem",sagt Peter Gaigg.

 

Die Idee zu dieser Tour kam Daniel Spiessberger im

Vorjahrbei einem Toskana-Urlaub, als er von einem

Bergsteiger erfuhr, der ohne Hüttenkontakt, nur mit

Schlafsack undGaskocher ausgerüstet, von München

nach Venediggewandert war. Beeindruckt davon

schmiedete er seine eigene Tour.

 

"Die Strecke München-Venedig war zu frequentiert zum

Zelten", so Spiessberger. "Deshalb wanderten wir von

Bad Tölz über das Karwendelgebirge, die Tuxer Alpen,

den Brenner, die Sarntaler Alpen, Terlan, Cles und die

Brentagruppe nach Riva am Gardasee."

 

"Die letzte Übernachtung in Sarche am Fluss wäre uns

beinahe zum Verhängnis geworden", erzählt Peter Gaigg.

"Im letzten Moment konnten wir unsere Sachen vor einer

Flutwelle in Sicherheit bringen. Am Zillertaler Gletscher

ereilte uns ebenfalls ein Wettersturz. Wegen eines halben

Meters Neuschnee mussten wir dort wieder absteigen und

die Route ändern. Aber wir erlebten eine wunderschöne

Zeit in unberührter Bergwelt, fernab von der Zivilisation."

 

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