Unter extremsten Wetterbedingungen ging gestern die elfte Auflage des Schafberglaufs hoch über dem Wolfgangsee über die Bühne. „Es stürmte, und ab der Hälfte der Strecke schneite es“, sagt Organisator Hannes Hillebrand von der Laufgemeinschaft St. Wolfgang. „Beim Zieleinlauf auf der Schafbergspitze lagen gut zehn Zentimeter Schnee.“ Obwohl bei diesen Bedingungen den Teilnehmern alles abverlangt wurde, erreichten alle 128 Starter das Ziel. Am schnellsten war Thomas Heigl vom LCC Wien, der mit einer Zeit von 46:21 Minuten als Tagessieger durchs Ziel lief. Damit gelang es ihm zwar nicht, den Streckenrekord aus dem Jahr 1986 zu unterbieten (43:03 Minuten), doch angesichts der widrigen Umstände ist Heigls Leistung mindestens gleich hoch einzuschätzen.
Bei den Damen holte sich Margit Eglseder (LG Kirchdorf) mit einer Zeit von exakt einer Stunde wieder die Bestzeit. Besonderes Aufsehen erregte die jüngste Teilnehmerin Carina Edlinger aus Abersee. Die erst Elfjährige schaffte eine Zeit von 1:09 Stunden. Dass alle Teilnehmer wohlbehalten das Ziel erreichten, lag auch an der umsichtigen Vorbereitung. Die Läufer waren zu winterlicher Kleidung angewiesen worden, und an den Labestationen standen heiße Getränke bereit. „So viel Tee wurde noch nie getrunken“, sagt Hillebrand. Das ewige Duell Läufer gegen Dampflok entschied in diesem Jahr übrigens wieder die Maschine für sich. Mit 45 Minuten ist die Fahrzeit der Schafbergbahn vom Tal auf den Gipfel offiziell bemessen. Knapp eineinhalb Minuten weniger als der diesjährige Sieger. (ebra)