Nach langer Zeit entschlossen wir uns wieder einmal eine Bergtour zu unternehmen.
Um das Thema SPEED vorweg auszuschließen wurde eine Variante ins Auge gefasst wo wir über SPEED gar nicht nachdenken müssen.
Es muss so steil sein damit ein vorankommen mit Laufschuhen nicht mehr möglich ist.
Da kam die Trisselwand gerade recht.
Seit über 30 Jahren hat uns diese Wand verfolgt und wurde schon öfter über den Normalweg bestiegen.
Am 10-07-2010 um 04:00 ging es dann in Bad Ischl los.
Abfahrt nach Altaussee zum Tressensattel.
Zustieg zur Wand war kein Problem der Weg (Steig) ist einigermaßen gut ausgegangen und fast nicht zu verfehlen.
Beim Einstieg wo sich eine kleine Höhle befindet ist der ideale Platz sich mit den Klettersachen auszustatten.
Nun ging es endlich in die Wand, schnell geht es über nicht sehr kompakten Fels bergauf die Standplätze sind sauber mit Ringhaken ausgestattet und auch einige Zwischensicherungen sind gebohrt.
Mobile Sicherungsmittel sind fast nicht nötig und auch nur sehr bedingt anzubringen.
Nach einigen Seillängen die für mehrere Touren verwendet werden. Wie z.B.
Seeblick, Hoferweg, Reinlweg zweigt der Stügerweg nach links aus der Hauptschlucht ab.
Ab hier ist der weitere Routenverlauf durch schöne orangen bemalte Bohrhaken nicht mehr zu verfehlen.
Teils etwas kompakterer Fels und einige anspruchvollere Stellen machen die Tour zu einem schönen alpinen Erlebnis.
Die Größte Gefahr ist aber der Steinschlag in dieser Tour, dies mussten wir dann noch beim Ausstieg auf den Grad erkennen. Durch unser Seil wurde ein ca. Kopfgroßer Stein aus der Wand gelöst und stürzte in die Hauptschlucht, zum Glück waren alle nachfolgenden Kletterer in Sicherheit.
Nach drei weiteren leichten Seillängen standen wir dann am Gipfel.
Speziell am Grad sollte man nicht leichtsinnig werden denn dort geht es links und rechts hunderte Meter runter. Denn wie heißt so schön „AUFPASSEN MUAST IMMER DEN OBI GEHT’S ÜBERALL“